Europas größte kommerzielle Kohlendruckanlage startet Betrieb in den Niederlanden
Das Sluiskil-Projekt wird gefangene Düngeremissionen in die norwegische Meereslagerung versenden und eine stark subventionierte EU-Decarbonisationstrategie in die kommerzielle Operation bringen.
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Eine grenzüberschreitende Kohlenstoffkette öffnet
Das größte europäische kommerzielle CO2-Fang- und Lagerprojekt begann am 7. September im Ammoniak- und Düngemittelwerk von Yara in Sluiskil in den Niederlanden. Die Anlage ist entworfen, um jährlich bis zu 800.000 Tonnen Kohlendioxid zu erfassen und zu liquefen. Die Schiffe werden das Material nach Norwegen transportieren, wo es in einen dauerhaften Speicher unter dem Nordsee über das Nordlichtnetz eingesetzt werden soll.
Die Europäische Kommission hat die Einrichtung mit dem niederländischen Premierminister Rob Jetten, dem norwegischen Premierminister Jonas Gahr Støre und dem EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra offiziell eröffnet. Brüssel beschreibt das Projekt als praktisches Element der industriellen Dekarbonisierung und erwartet, dass es über 15 Jahre etwa 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid speichern wird. Die Vereinbarung verbindet eine niederländische Industriequelle mit dem von der EU unterstützten Transport und dem norwegischen geologischen Lager.
Warum die Öffnung wichtig ist
Schwerindustrie wie Düngemittel, Zement und Chemikalien produziert Emissionen, die durch erneuerbare Strom allein schwer zu beseitigen sind. Kohlenstoffabnahme soll Kohlendioxid separieren, bevor es die Atmosphäre erreicht, sie für den Transport komprimiert und in tiefe geologische Formationen platziert. Sluiskil prüft daher, ob eine grenzüberschreitende Kette auf kommerzieller Ebene funktionieren kann, anstatt eine Demonstration auf einem einzigen industriellen Standort zu bleiben.
Die Nordlicht ist in diesem Modell zentral. Die EU-Infrastrukturagentur sagt, dass ihre erste Phase bis zu 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr transportieren und speichern kann, mit einer zweiten Phase, die bis zu fünf Millionen Tonnen oder mehr bereitet wird. Die EU-Unterstützung für die Erweiterung beträgt insgesamt 135,2 Millionen Euro. Durch die Bereitstellung von mehreren industriellen Standorten Zugang zu gemeinsamen Schiff- und Speicherkapazitäten soll das Netzwerk die Hindernisse, die einzelne Fabriken konfrontiert haben, senken.
Ein umstrittenes Klima-Tool
Die Eröffnung löst nicht das Argument über die Kohlenstoffabnahme. Euronews berichtet, dass die Kritiker die Technologie teuer, technisch unsicher und von öffentlichen Subventionen abhängig halten. Sie warnen auch, dass die Fangprojekte die CO2-intensive Produktion bewahren können, anstatt die Reinigungsprozesse zu beschleunigen. Die Unterstützer antworten, dass Sektoren mit unvermeidlichen Prozessemissionen neben Elektrizierung, Effizienz und erneuerbare Energien Lagerung benötigen, wenn Europa seine Klimaschutzziele erfüllt.
Die Leistungsdaten werden jetzt mehr als die Einführungszwecke bedeuten. Regulierungsbehörden und Investoren werden beobachten, wie viel Kohlenstoff tatsächlich erfasst wird, ob die Versand- und Injektionsmittel zuverlässig bleiben und wie die Kosten mit alternativen Emissionsreduktionen vergleichen. Die Kommission hat 2030 ein Ziel festgelegt, 50 Millionen Tonnen jährlicher Injektionsfähigkeit in EU-Speicherplätzen zu erzielen. Sluiskil ist signifikant, weil es in Betrieb ist, aber seine Ergebnisse werden bestimmen, ob das Modell glaubwürdig erhöht werden kann.